Von wem und wie?

Nach meinem Diplom für Gesangspädagogik in Karlsruhe, unterrichtete ich während meiner Tätigkeit als Opernsängerin nur wenig - sich mit anderen Stimmen zu beschäftigen, hätte zuviel Zeit und Kraft gekostet.

Als ich beschloss mehr zu unterrichten war mir klar dass allein meine Erfahrung und auch das erlernte Wissen im Studium nicht ausreichten um z.B. mit Stimmen aus anderen musikalischen Stilrichtungen zu arbeiten. Da aber das Unterrichten immer mehr Bedeutung gewann, suchte ich nach Weiterbildungsmöglichkeiten.
Ich lernte 2005 die Frankfurter Workshops von Carol Bagott Forte (Kanada) kennen, die dort wiederum die Funktionelle Stimmentwicklung nach Cornelius L.Reid weitergibt. Wissenschaftliche Erkenntnis und theoretisches Verständnis vom Singen mit praktischer Anwendung bilden hierbei eine Einheit!
Beeindruckend ist das Wissen um die Zusammenhänge der Klangentstehung und dessen praktischer Anwendung in der Stimmbildung, basierend auf dem Interesse und Studium der Belcanto-Technik und der daraus entstehenden funktionalen Stimmentwicklung.
Mit musikalischen und rhythmischen Mitteln werden die unbewussten reflektorischen Bewegungen der Stimmbänder angeregt und in Schwingung gebracht und störende Muskelblockaden aufgehoben.
Die genaue Kenntnis der Aufgaben der von Cornelius L. Reid definierten Register erleichtert das Finden von Lösungen bei Stimmproblemen.
Meine Begegnung mit verschiedenen Atem- und Körperwahrnehmungsarbeiten wie Eutonie, Alexandertechnik, Feldenkrais während des Studiums und später die Atemarbeit nach Ilse Middendorf, helfen mir grundsätzliche Probleme der Körperhaltung und Körperwahrnehmung zu erkennen und stellen mir eine Vielzahl an hilfreichen Übungen zur Verfügung.
Die Achtsamkeit und genaue Eigenwahrnehmung der inneren Körperprozesse sind wichtige Voraussetzungen beim Erlernen der Gesangskunst.

Ziel ist es eine gesunde Stimme mit ausgeglichenen Funktionen zu entwickeln. Dabei ist weder mein Geschmack, noch der Anderer maßgebend, sondern allein die Funktionalität der Stimme. Diese ergibt dann eine ungeheure Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten. Das Wissen um die genaue Wirkung der Parameter Vokal, Lautstärke und Tonhöhe und deren Wirkung auf die Register erlaubt einen sicheren Umgang mit der Stimme. Nicht zuletzt halte ich mich durch die Teilnahme an Veranstaltungen des BDG (Bundesverband deutscher Gesangspädagogen), des DTKV(Deutscher Tonkünstlerverband) und mit der Teilnahme an Kongressen der Gesellschaft für Musikermedizin auf dem Laufenden.

Die letzte Weiterbildung war in Bern  an der Fachhochschule HKB Hoschschule der Künste Bern.2018 zum Thema Pop Gesang. Die Weiterbildung erstreckte sich von September bis April 2018.

Der Austausch mit KollegInnen ist erwünscht.